Laut Jerome Powell, der Präsident der US-Notenbank Federal Reserve, erlebt die amerikanische Wirtschaft einen „außergewöhnlich hellen Moment“. Aus diesem Grund erhöhte die Federal Reserve den US-amerikanischen Leitzins am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte. Ein Schritt, der bereits von Experten erwartet wurde. Seit 2015 ist es die achte Erhöhung – und laut Powell noch nicht die Letzte. Bis Ende 2019 sollen vier weitere Erhöhungen folgen.

Powell zufolge sei die Erhöhung vorrangig dafür eingesetzt worden, um das nach wie vor anhaltende Wirtschaftswachstum zu fördern. „Meine Kollegen und ich tun alles, was uns möglich ist, um die Wirtschaft stark, gesund und vorwärtsgerichtet zu halten“, zitiert ihn die New York Times. Laut dem Aktionär soll der Leitzins bis zum Jahresende 2020 bei 3,25 bis 3,50 Prozent liegen. Danach ist unklar, wie es weitergeht – ob etwa eine Stagnation oder gar ein erneutes Schrumpfen des Leitzinses eintreten wird.

Die Federal Reserve könnte den Leitzins mit weiteren Erhöhungen in Zukunft auf eine Stufe bringen, auf der sich Einschränkungen der ökonomischen Aktivitäten der USA einstellen. Bereits im letzten Jahr warnte die Federal Reserve vor einer Steuerminderung, die am Ende dennoch kam. Und das zu einem wirtschaftlich sehr ungünstigen Zeitpunkt. Das führte zu einem kurzfristigen Anstieg des wirtschaftlichen Wachstums: Ein Effekt, der derzeit noch anhält, aber später zu einer höheren Inflation führen könnte. Ein kontinuierliches Anheben des Leitzinses sei die optimale Lösung, um zwischen den Gefahren einer überhitzten Wirtschaft und einer damit einhergehenden Inflation auf der einen und einer Wirtschaftskrise auf der anderen Seite zu manövrieren.

„Wir glauben, dass wir beiden Risiken mit einer Erhöhung des Leitzinses angemessen ernst begegnen.“ – Jerome Powell, Präsident der US-Notenbank Federal Reserve

An der deutschen Börse bewirkte die Zinserhöhung durch die Federal Reserve einen leichten Druck auf die Aktienkurse diverser Banken. So sank die Aktie der Deutschen Bank etwa bis Freitagvormittag um 1,08 Prozent auf 10,10 Euro Stückpreis. Die Commerzbank steht mit 1,69 Prozent im Minus, die Aktie ist 9,27 Euro wert.

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